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Weihnachtsgruß des Bürgermeisters Jörg Kerber

(veröffentlicht im Ellefelder Boten, Dezember 2019)


Liebe Ellefelder,
liebe Leserinnen und Leser des Ellefelder Boten,

"Schon wieder Adventszeit jetzt!", so beginnt ein Gedicht über den Advent und drückt damit ein Empfinden vieler Menschen aus, wie schnell doch die Zeit und damit so ein einzelnes Jahr vergeht. Es sind wohl die vielen Aufgaben, Angebote, Ereignisse und Erlebnisse bei uns und in unserem Umfeld, die uns manchmal so empfinden lassen. Der Rhythmus des Kalenders ist es, der uns im Persönlichen, wie im Gemeinschaftlichen, bei runden Geburtstagen und Jubiläen, aber eben gerade auch in der Adventszeit und dem bevorstehenden Weihnachtsfest, die Chance bietet, die Geschehnisse aus dem vergangenen Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen und sich an die Ereignisse aus der gelebten Zeit zu erinnern. Die Erinnerungen werden dabei unterschiedliche Gefühle hervorrufen. Von großer Freude und Dankbarkeit bis Wut und tiefer Trauer wird wohl auch in diesem Jahr wieder alles dabei sein. Wieviel steht von Plänen insgesamt auf der "Haben-Seite", wieviel noch auf der "Soll-Seite"?

Sie lesen die Dezemberausgabe des Ellefelder Boten, und es ist zu einer guten Tradition geworden, dass wir darin für unseren Ort diese Rückschau halten. Rückschau auf Investitionen, die unseren Ort verschönern oder bessere Lebensbedingungen schaffen. Aber es lohnt auch der Rückblick auf Anstrengungen und Ereignisse, die unser Zusammenleben bereichert haben. Gerne würden mich auch Geschichten einzelner Menschen von Ellefeld interessieren. Ich lade Sie ein, schreiben Sie Ihre persönlichen Erlebnisse für die Ellefelder auf.

Für unseren Ort Ellefeld war 2019 wieder ein gutes Jahr. Vieles ist geworden, vieles konnte angepackt und erledigt werden. Vor Naturkatastrophen sind wir auch in diesem Jahr verschont geblieben - ein Grund zur Dankbarkeit.

In der Erinnerung können wir auf viele Veranstaltungen, Begegnungen und einige Baumaßnahmen in Ellefeld zurückblicken. Bevor ich ein paar Dinge davon noch einmal vor Augen führe, will ich, wie immer an dieser Stelle, gerne die Gelegenheit nutzen zu danken, auch im Namen des Gemeinderates. Viele haben sich wieder für unseren Ort und für die Menschen, die hier leben, eingesetzt und investiert. Herzlichen Dank für den vielseitigen ehrenamtlichen Einsatz in den Vereinen und Kirchgemeinden, auf unseren gemeinsamen Festen, bei so manchen Höhepunkten in Verein, Schule und Kinderwelt oder auch bei den vielen, manchmal unbemerkten Gelegenheiten. Danke allen Unterstützern und Freunden von Ellefeld. Danke an die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, die neben ihren Einsätzen so manche Aktion absichern mussten. Danke auch allen, die an den Projekten für unsere Kommune mitgearbeitet haben und damit an den Erfolgen wesentlich beteiligt waren. Vielen Dank an alle Planer und alle Firmen, die mitwirkten, auch das Team der Gemeindeverwaltung, das Team der Kinderwelt und der Bauhof seien hier ausdrücklich erwähnt. Vielen Dank an Handwerker, Firmen und Gewerbetreibende unseres Ortes. Von dem Erarbeiteten lebt zum großen Teil unsere Gemeinde.

Bereits im Mai wurde die Erschließung der sieben neuen Grundstücke im neuen Wohngebiet am Bahnhof erfolgreich beendet. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten an der Brücke über die Rote Göltzsch am ehemaligen Bad in Hohofen ist ein wichtiges und lang geplantes Projekt fertiggestellt. Die Bahnbrücke über den Verbindungsweg Robert-Schuhmann-Straße zur Alten Auerbacher Straße in der Nähe der Firma Rahmig & Partner wurde ebenfalls in diesem Jahr neu gebaut.

Der Begrüßungsabend "Empfang für Zugezogene" im Februar ist nunmehr Tradition geworden. Ebenso fand auch wieder der "Vereinsstammtisch" statt, bei dem die Verantwortlichen aller Vereine des Ortes zur gemeinsamen Jahresplanung zusammen kamen.

Unser Schlossfest im Frühling wurde von Kamera-Teams des MDR begleitet. Eine Bewerbung bei dem Format "Unser Dorf hat Wochenende" war erfolgreich, sodass wir uns ein Wochenende lang vor der Kamera von der besten Seite zeigen konnten. Unsere Feuerwehr konnte einen neuen Mannschaftstransportwagen (MTW) in Dienst nehmen. Eine wichtige Investition in die Sicherheit. Beim Wettbewerb SIMUL+ Ideen für den ländlichen Raum konnten wir mit unserem Projekt "Hochgestapelt - Ein Ortskern mit riesigen (T)Räumen" ein sagenhaftes Preisgeld von 450.000€ gewinnen. Im Juni wurden wir ins Bundes-/Landesprogramm Städtebauförderung mit unserem Sanierungsgebiet "Ellefeld - Aktive Mitte" aufgenommen. Dies bringt uns in den folgenden Jahren einige Möglichkeiten und ist unter anderem Voraussetzung für das Projekt "Hauptstraße 34 - Ellefelder Markt". Im Herbst konnten deshalb dafür die Planungsleistungen vergeben werden. Ein durchaus ambitioniertes Projekt, welches wir mit Respekt und Demut angehen wollen. In der Kinderwelt konnten umfangreiche Sanierungsarbeiten an Räumen und an der Heizungsanlage im Altbau vorgenommen werden. Mit einem 2. Rettungsweg können nun die gestiegenen Forderungen an den Brandschutz erfüllt werden. Im Spätsommer konnten vier WLAN-Hotspots in Betrieb genommen werden, sodass an Turnhalle, Schloss, Sportplatz und auf dem Marktplatz freies WLAN verfügbar ist. Ein wichtiges Arbeitsmittel für unseren Bauhof ist die "Hebebühne", die in diesem Jahr erneuert werden musste. Mit dem Kauf eines Grundstückes gegenüber vom Wohngebiet Klein-Juchhöh sind wir in der Lage, sieben Baugrundstücke für Eigenheime an Bauwillige zu verkaufen. Für vier Grundstücke wurden dazu bereits Beschlüsse gefasst.

Die Kirmes von Ellefeld mit ihren vielen Akteuren war wieder ein Höhepunkt, mit all ihren Facetten und dem traumhaften Sonnenschein und den sommerlichen Temperaturen an allen drei Tagen.

Als die zwei ersten Projekte der Städtebauförderung konnten die Furth mit Betonpflaster und einem neuen Geländer gebaut und die Grünanlage neben der Drogerie neu gestaltet werden. Außerdem wurden im November ein Teil Kommunalwald mit 2500 Buchen aufgeforstet.

Wenn wir aufmerksam zurückblicken, wird uns bewusst, dass wir viele Gründe haben, dankbar zu sein. Mit diesem Bewusstsein können wir in die Weihnachtszeit gehen und mit Mut und Zuversicht ohne "German Angst" das neue Jahr erwarten.

Mit der zentralen Botschaft aus der Weihnachtsgeschichte beende ich meinen Weihnachtsgruß:

"Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;
denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.
Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen."

Neben den vielen schönen Nebensächlichkeiten ist dies der Kern, die Basis von Weihnachten. Gott wird in Jesus Christus Mensch und damit einer von uns.

Eine fröhliche Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Start für das neue Jahr wünscht Ihnen

Ihr Bürgermeister
Jörg Kerber


Grafik: Gemeindeverwaltung
Text: Jörg Kerber
19.12.2019


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